Wortkarg: 4 Gründe, warum du dir mit Halbsätzen keinen Gefallen tust

Wenn eine Unterhaltung mit dir einer Partie Scharade gleicht, kann das Silbenrätsel nicht nur für deinen Gesprächspartner, sondern auch für dich unangenehm werden. Aus welchen Gründen, du deinen Wortschatz nicht unnötig auf wortkarge Halbsätze begrenzen solltest, erfährst du hier.

Wortkarge Halbsätze sind in der Regel die Spezialität von pubertären Teenies. Mittlerweile sollte es allerdings vielen Erwachsenen schwer fallen, die maulfaule Jugend mit Ermahnungen wie „Sprich bitte in ganzen Sätzen“ zurechtzustutzen – kriegen doch zunehmend weniger von ihnen selbst einen ganzen Satz zusammen, um sich auszudrücken.

Wenn du dich in deinen Worten unnötig begrenzt, gehst du allerdings nicht nur mit schlechtem Beispiel für heranwachsende Generationen voran. Du tust auch dir auf Dauer keinen Gefallen, denn:

1
Du verlierst Zeit

Wenn du auf eine Frage nur mit wortkargen Halbsätzen reagierst, beginnt für den Fragesteller meist das Rätselraten. Wer darauf keine Lust hat, fragt nach. Beabsichtigst du also mit knappen Antworten Zeit zu sparen, bringt dir das rein gar nichts. Im Gegenteil: Je kürzer deine Antwort ausfällt, desto größer prangt das Fragezeichen auf der Stirn deines Gegenüber und ist die Wahrscheinlichkeit für Rückfragen. Möchtest du ein Thema schnell abhaken, dann drück dich am besten gleich präzise aus und lass dir nicht alles aus der Nase ziehen.

2
Du provozierst Missverständnisse

Wo ungenügend Worte fallen, kommt es nicht selten zu Missverständnissen – und zwar nicht nur bei dem Gesprächsthema selbst: Gerade wer sich im Schriftverkehr besonders kurz hält, vermittelt seinem Gesprächspartner oftmals ein Gefühl von Distanz oder Spannung zueinander. Der Grund: Neben den Worten fehlt auch noch der Tonfall, der uns hilft, ein Gespräch besser einordnen zu können. Wer bei Messanger-Diensten wie WhatsApp zusätzlich die allseits beliebten Smileys außen vor lässt, verstärkt dieses Empfinden nur noch.

3
Du bist unhöflich

Wer ständig kurz angebunden ist, wirkt unhöflich. Besonders wenn Zeitmangel und Stress herrschen, werden häufig Höflichkeitswörter wie „Bitte“, „Danke“ und „Entschuldigung“ kurzerhand aus dem Wortschatz gestrichen. Möchtest du deine zwischenmenschlichen Beziehungen pflegen, solltest du die Kommunikation mit deinen Mitmenschen nicht nur auf das Nötigste begrenzen. Gleiches gilt natürlich auch im Umgang mit Personen, mit denen du dich nicht unbedingt auf einer Wellenlänge bewegst. Deine Höflichkeit solltest du dir stets bewahren.

4
Du wirkst unsympathisch

Du bist Zm-FA Azubi im BwDLZ? Wenn du dich nicht gerade mit einem Berufsgenossen unterhältst, sind derartige Abkürzungen eher fehl am Platz. Wenn du weißt, dass dein Gegenüber mit bestimmten Begrifflichkeiten nichts anfangen kann, sprich sie am besten von vornherein aus. Andernfalls könntest du den Eindruck erwecken, Überlegenheit demonstrieren oder deinen Gesprächspartner aufgrund seiner Unwissenheit vorführen zu wollen – aus welchem Grund auch immer: Damit machst du dir sicher keine Freunde.

Wie wäre es also, wenn du es demnächst einfach allen Beteiligten leichter machst und dein Anliegen in ganzen Sätzen verdeutlichst? Subjekt, Prädikat, Objekt.

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