Gartenmöbel aus Holz ölen: Was du beachten musst und welches Öl das Beste ist


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Warum und wann du deine Gartenmöbel aus Holz ölen solltest, was du vor bzw. beim Ölen beachten musst und welches Öl das Beste ist, liest du in dieser Anleitung.

Sobald die Tage des bekanntlich wechselhaften Aprils vorüber sind, ist es wieder so weit: Zeit, den Balkon oder Garten auf Vordermann zu bringen. Zuallererst denkt man dabei für gewöhnlich ans schöne Grün, bestückt sein idyllisches Plätzchen mit allerhand Pflanzen und hegt, was dort bereits gedeiht. Doch auch die Möbel im Außenbereich brauchen Pflege – vor allem, wenn sie aus Holz sind. „Einmal feucht drüberwischen“, reicht hier nicht. Wenn du auf Dauer etwas von ihnen haben möchtest, solltest du deine Gartenmöbel aus Holz ölen.

Warum Gartenmöbel aus Holz ölen?

Es gibt einige gute Gründe dafür, deine Gartenmöbel aus Holz zu ölen. Mit seiner imprägnierenden Wirkung pflegt ein Öl das Holz gleichermaßen von außen und innen. Es schützt nicht nur vor Schmutz, Insekten und der Sonneneinstrahlung. Ein Pflegeöl erschwert auch das Eindringen von Feuchtigkeit, welches das Holz früher oder später ergrauen lässt. Wasser birgt generell die größte Gefahr, da es Holzgartenmöbel im schlimmsten Fall aufquellen und reißen lässt. Dies sind wiederum perfekte Bedingungen für das Wachstum von Schimmel und Pilzen.

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Vorteile von Holzöl

Natürlich kannst du zur Holzpflege auch zu einer Lasur greifen. Ein Öl dringt jedoch tiefer ein als solche, das Holz bleibt dabei dennoch atmungsaktiv und trocknet folglich nicht aus – einer Rissbildung dieser Natur wird also ebenfalls vorgebeugt. Auch gegen die Pflege mit Holzwachs ist nichts einzuwenden. Allerdings klebt Holzöl nicht wie solches und weist ebenso keinen unangenehmen Geruch auf. Im Vergleich zu Lasur und Wachs hebt Öl die Holzmaserung besonders schön hervor, die Oberflächen fassen sich weiterhin natürlich – fast samtig – an. Zudem kann Holzöl in der Regel auf jeder Holzart angewendet werden, lässt sich besonders leicht auftragen und ist sowohl farblos als auch farbpigmentiert erhältlich.

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Wann Gartenmöbel aus Holz ölen?

Um ihrem Vergrauen vorzubeugen, solltest du deine Gartenmöbel aus Holz nicht nur im Frühjahr, sondern mindestens zweimal im Jahr ölen – am besten regelmäßig zu Beginn und zum Ende der Gartensaison. Spätestens, wenn deine Holzgartenmöbel zu ergrauen beginnen oder von einer rauen Oberfläche geprägt sind, ist ein neuer Öl-Anstrich fällig. Dieser hilft übrigens auch, wenn sich Speise- und Getränkereste nicht mehr abwaschen lassen. Mit einem Holzöl kannst du sie rückstandslos beseitigen.

Tipp: Deine Gartenmöbel machen noch einen guten Eindruck und du bist nicht sicher, ob du das Holz schon wieder ölen oder noch warten sollst? Gib etwas Wasser auf eine Fläche deines Möbelstücks. Bleibt es länger auf der Holzoberfläche stehen oder perlt es sogar ab, ist noch genügend Öl im Holz enthalten.

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Vor dem Ölen: Gartenmöbel aus Holz reinigen

Drahtbürsten-Set
Drahtbürsten-Set von Maxman (Bild: amazon.de*)

Bevor du deine Gartenmöbel aus Holz ölen kannst, musst du sie zunächst unbedingt reinigen. Andernfalls verklebt anhaftender Schmutz mit dem Pflegeöl und deine Möbel verschmutzen noch schneller. Am besten eignen sich natürliche Mittel wie Seifenlauge aus Naturseife* zur Reinigung von Holzgartenmöbeln. Naturseife enthält pflanzliche Öle, die nicht nur reinigen, sondern ebenso eine rückfettende Wirkung haben. Alternativ kannst du auch zum klassischen Holzreiniger greifen.

Für welches Reinigungsmittel du dich auch entscheiden magst: Nutze dabei nicht zu viel Wasser! Die hohe Feuchtigkeit kann die Lebensdauer deiner Möbel verkürzen. Und auch Mikrofasertücher sind beim Reinigen nicht zu empfehlen, sie entziehen dem Holz Öl. Verwende stattdessen lieber einen Baumwolllappen, einen Schwamm oder eine Bürste. Damit keine Seifenlauge auf dem Holz zurückbleibt, kannst du die gesäuberten Oberflächen anschließend mit einem trockenen Lappen abreiben.

Achtung bei lackierten Gartenmöbeln: Um einen gleichmäßigen Farbton zu erhalten, müssen alte Farbreste und überschüssige Holzpflege vor dem Ölen vollständig entfernt werden. Das gelingt am besten mit einem Spachtel* oder einer groben Drahtbürste*. Bei hartnäckigen Resten hilft Abbeizpaste (Kann ätzend wirken, Anwendungsbeschreibung auf Verpackung beachten!). Anschließendes Schleifen mit einer feinen Körnung schafft eine schöne ebenmäßige Oberfläche.

Gartenmöbel aus Holz ölen
Bevor du lackierte Gartenmöbel aus Holz wie diese Bank ölen kannst, musst du alte Farbreste vollständig entfernen. (Bild: Pexels/Heorhii Heorhiichuk)

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Bei starker Abnutzung Gartenmöbel aus Holz abschleifen

Deine Gartenmöbel aus Holz sind stark vergraut, von einer rauen Oberfläche geprägt oder haben gar eine Patina angesetzt? Dann solltest du Tisch, Stühle und Co. nach der Reinigung zusätzlich abschleifen. Für eine schöne, gleichmäßige Oberfläche verwendest du am besten ein Schleifpapier mit der Körnung 100 bis 200*. Ganz wichtig: Schleife stets ohne Druck in Richtung der Holzmaserung. Sauge die abgeschliffenen Partikel im Anschluss gründlich ab oder nimm sie mit einem trockenen Lappen auf – nicht nass entfernen, da die Nässe ins Holz zieht und das Öl nicht einziehen kann.

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Welches Öl für Gartenmöbel aus Holz?

Die Auswahl an Öl, mit der du deine Gartenmöbel aus Holz ölen kannst, ist vielfältig. So unterscheidet man zum einen zwischen natürlichen Ölen und Hartölen bzw. zum anderen zwischen farblosen und farbigen Ölen. Unabhängig dieser Verschiedenheiten sollten Pflegeöle generell stets frei von Lösungsmitteln sein, um den natürlichen Holzschutz zu erhalten.

Natürliche Öle

Leinöl-Firnis
Leinölfirnis von Oli-Natura (Bild: amazon.de*)

Wenn du deine Gartenmöbel aus Holz ölen möchtest, empfehle ich dir die gesundheitsfreundliche Variante: natürliche Öle. Zu ihnen zählen zum Beispiel Leinöl* und Walnussöl*. Sie ziehen sehr tief ins Holz ein, sind essbar und enthalten keine Zusatzstoffe. Allerdings brauchen Naturöle aber auch längere Zeit zum Trocknen. Das ist ein klares K.O.-Kriterium für dich? Dann gib dem Leinölfirnis* eine Chance. Dieser trocknet zwar immer noch nicht so schnell wie Hartöle, die in dem Firnis enthaltenen Trockenstoffe beschleunigen den Trockenprozess jedoch etwas.

Hartöle

Die Verwendung von Hartöl eignet sich bei normal bis stärker beanspruchten Holzoberflächen. Diese werden durch den Öl-Vorgang recht hart, erhalten somit einen extra Schutz und obendrein einen ansprechenden Glanz. Zudem trocknen Hartöle im Vergleich zu natürlichen Ölen relativ schnell und sind in verschiedenen Farbtönen erhältlich.

Farblose und farbige Öle

Farbige Öle geben dir nicht nur die Möglichkeit, deinen Holzmöbelstücken einen ganz neuen Charme einzuhauchen. Sie bieten zugleich einen Schutz vor der Sonneneinstrahlung und dem Ergrauen.

Hinweis: Auch wenn du ein farbloses Öl verwendest, wird sich die Farbe deiner Gartenmöbel verändern – dunkle Hölzer werden häufig heller, hellere Möbel dunkler.

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Gartenmöbel aus Holz ölen: Anleitung

Gartenmöbel aus Holz ölen
Klebe vor dem Ölen alle Bereiche wie etwa die Metallgestelle dieser Stühle, die nicht behandelt werden sollen, sorgfältig ab. (Bild: Pexels/Stephen Niemeier)

Hinweis: Wenn du ein Baumwolltuch zum Ölen verwendest, wasche dieses nach dem Gebrauch unbedingt gründlich aus. Bleibt es zusammengeknüllt irgendwo liegen, kann es sich selbst entzünden!

Diese Anleitung erklärt dir Schritt für Schritt, wie du deine Gartenmöbel aus Holz ölen kannst:

Pinsel-Set
Pinsel-Set von Schuller Eh’klar (Bild: amazon.de*)

  1. Klebe Bereiche, die nicht geölt werden sollen mit Klebeband ab (z. B. Edelstahl bei Holz-Edelstahl-Möbeln)
  2. Breite Karton unter deinen Gartenmöbeln aus, um den Boden vor unschönen Flecken zu schützen
  3. Trage das Holzpflegeöl mit einem großen Pinsel* oder Baumwolltuch auf
  4. Arbeite beim Streichen in Richtung Holzmaserung, um ein gleichmäßiges Ergebnis und glatte Oberflächen zu erhalten
  5. Achte darauf, sämtliche Ecken und Kanten zu erreichen
  6. Überöle deine Gartenmöbel nicht, damit das Holzschutzmittel gut einziehen kann
  7. Lass die geölten Möbel einige Stunden trocknen – am schnellsten gelingt das an der frischen Luft und im Schatten, da die UV-Strahlung des Sonnenlichts die Fleckenbildung begünstigt
  8. Entferne nach der Trockenzeit alle Ölreste mit einem trockenen Lappen aus Baumwolle
  9. Lass die Holzmöbel erneut einige Zeit trocknen
  10. Poliere die Möbelstücke mit einem frischen Baumwolllappen auf, um die imprägnierende Wirkung des Öls zu stärken
  11. Verschließe das Holzschutzmittel während der Trockenphase bis zum nächsten Auftragen sorgfältig, damit es seine Wirkung nicht verliert
  12. Öle die Möbel nach Bedarf ein zweites Mal – diesmal mit einer dünneren Schicht als beim ersten Mal –, um den Schutz zu erhöhen und für eine längere Haltbarkeit zu sorgen

Tipp: Sollten sich nach dem Trocknen des Öls einzelne Holzfasern aufstellen, kannst du diese zum Beispiel mit einem 320’er Schleifpapier* sehr gut glatt schleifen und den nächsten Öl-Durchgang angehen.

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Diese Holzpflege zum Anfang und Ende unserer blühendsten Jahreszeiten nützt allerdings nur halb so viel, wenn sie die einzige bleibt, die du deinem Outdoor-Mobiliar zukommen lässt. In den kalten Monaten solltest du Holzmöbelstücke auch abdecken und bestenfalls trocken lagern. Bis es aber soweit ist, heißt es jetzt erst einmal: Gartenmöbel aus Holz ölen, wieder in Szene setzen und auf ihnen die Sonne genießen!

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